Evangelisch-Sein in Tirol. Ein ethnografisches Lehrforschungsprojekt

Evangelisch-Sein ist nicht nur eine Konfession, sondern auch ein Denk- und Lebensstil, in Tirol zudem auch ein ausgeprägtes Minderheitenphänomen. Eine Gruppe von sieben Studierenden der Europäischen Ethnologie an der Universität Innsbruck hat das 500. Reformationsjubiläum 2017 unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Timo Heimerdinger zum Anlass genommen, die evangelische Szene in und um Innsbruck drei Semester lang ethnografisch-kulturwissenschaftlich zu erkunden.

In dieser Ethnoskop-Ausgabe hört ihr…

…Timo Heimerdinger im Gespräch über das Projekt, Studierende zu ermutigen, sich einem Thema zu nähern, und über den kulturwissenschaftlichen Umgang mit Religion.

…Annine Seebacher zur evangelischen Musik mit exemplarischen Stücken von „Eine feste Burg“ über Bach bis hin zu zeitgenössischen musikalischen Interpretationen der Bibel.

…Manuela Rathmayer zu konfessionellen Vorurteilen im schulischen Alltag und welche Funktionen der Religionsunterricht für die evangelischen Schüler*innen hat.

…Paul Cillag über die evangelische Gemeinde im Außerfern, den strukturellen Problemen im ländlichen Umfeld und zum Diaspora-Begriff.

…Thomas Schmid, der sich gefragt hat welche Rolle die Frau als Pfarrerin spielt und wie es zur Frauenordination gekommen ist.

und

…Veronika Hofmann über Homosexualität  in der evangelischen Kirche, über verschiedene Haltungen und Positionen und darüber, wie es ist, sich Gott als auch Frau vorzustellen.

Am 26. Oktober | 19 – 20 Uhr | auf Freies Radio Innsbruck FREIRAD
Zum Nachhören KLICK!

Moderation Hemma Übelhör
Foto Projektgruppe
Weitere Informationen zum Projekt unter: www.uibk.ac.at

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Daten

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Ein geplantes Wohnzimmergespräch im 9. Wiener Gemeindebezirk wurde zu einer essayistischen Annäherung an das Thema Daten.

Daten halten immer mehr Einzug in unser tägliches Leben. Sie umgeben uns gewissermaßen wie das Wasser den Fisch. Durch Vergleiche, Metaphern und Beispielen versuchen wir in dieser Ethnoskop-Sendung, die Komplexität dieses Themas fassbarer, verständlicher und erfahrbarer zu machen. Dazu beginnen wir bei Aristoteles, arbeiten uns bis zur Neuvermessung der Welt vor und kommen schließlich bei Francis Bacon zum Schluss.

Eine Produktion von Barbara Tumler & Rita Fürlinger (ARTificial Paradise)

Am 28. September 2017 | 19-20 Uhr | auf FREIRAD 
im Raum Innsbruck auf 105,9 Mhz
von Hall bis Schwaz auf 89,6 MHz
von Völs bis Telfs und Seefeld auf 106,2 MHz
Livestream auf www.freirad.at
FREIRAD APP für Android und iPhone app.freirad.at

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Sprachwechsel – Literarisches Schreiben in der Migrationsgesellschaft

Welche Rolle spielt der Umgang mit der neuen Sprache in der alltäglichen Lebenswelt von MigrantInnen? Wer entscheidet, ab wann man auf Deutsch Gedichte schreiben darf? Ist das Spielen mit der Sprache nur MuttersprachlerInnen vorbehalten? In dieser Sendung nehmen wir das Themenspektrum an der Schnittstelle von Migration und Sprache in den Fokus. Das Ethnoskop berichtet von der ersten Lesung des Literarischen Kollektivs „Schreiben in der Zweitsprache“ … Sprachwechsel – Literarisches Schreiben in der Migrationsgesellschaft weiterlesen

Sterbekulturen

Der Bestatter Herwig Bichler und die Krankenschwester und Ethnologin Alexandra Welzenberger im Gespräch über das Sterben und die Verstorbenenobsorge. Sie stellen das Thema in den Kontext verschiedener Kulturräume und möchten darüber hinaus insbesondere an eine Auseinandersetzung mit der eigenen Vergänglichkeit appellieren. Nachhhören KLICK! Erstausstrahlung: Donnerstag, 30. März 2017 | 19 – 20 Uhr | auf FREIRAD Freies Radio Innsbruck Gestaltung Alexandra Welzenberger Sterbekulturen weiterlesen

Fremde im Visier. Fotoalben aus dem Zweiten Weltkrieg – Ein Ausstellungsbesuch

Eine Ausstellung im Volkskundemuseum Wien zeigte vom 14.10.2016 –  19.02.2017 Fotoalben aus dem Privatbesitz ehemaliger Wehrmachtsoldaten. Sie dokumentieren nicht nur Kampfhandlungen, sondern auch den Alltag hinter der Frontlinie, erzählen von Kameradschaft und rücken Sehenswürdigkeiten in den besetzten Ländern ins Licht. Die Fotos zeugen aber auch vom Blick der Soldaten auf fremde Menschen, überfallene Landstriche und umkämpfte Kriegsschauplätze – und vereinen auf Papier zunächst harmlose Schnappschüsse … Fremde im Visier. Fotoalben aus dem Zweiten Weltkrieg – Ein Ausstellungsbesuch weiterlesen

Unbequeme Stoffe und das Unbehagen an der Kultur

Alle kennen sie, und sie begeistert nach wie vor Alt und Jung. Vor allem aber hat sie eine lange und wechselvolle Geschichte: die Tracht. Ein aktuelles Projekt forscht zur Tracht in der Vorkriegs-, NS- und Nachkriegszeit, denn Innsbruck – oder genauer das Tiroler Volkskunstmuseum – hat da eine große Rolle gespielt. Anna Horner hat mit dem Kulturwissenschaftler Reinhard Bodner über den  aktuellen Stand des Forschungsprojekts … Unbequeme Stoffe und das Unbehagen an der Kultur weiterlesen

Fair forschen? Wissenschaftliche Auseinandersetzungen mit dem Thema Fairness

Die Novemberausgabe von Ethnoskop widmet sich unterschiedlichen wissenschaftlichen Zugängen zum Thema Fairness und den Herausforderungen der Feldforschung. Ein Gespräch mit zwei Wissenschaftler_innen dreht sich um die Themen „Fairness zu beforschen“ und „fair zu forschen“. Wir erfahren, welche (zugeschriebenen) Rollen sie als Forscher haben, und ob sie ihre Forschungen fair, unfair, ja sogar unbequem für die Beforschten empfinden. Von den Reaktionen auf ihre Forschungsprojekte zum Thema … Fair forschen? Wissenschaftliche Auseinandersetzungen mit dem Thema Fairness weiterlesen

Soziale Verortungen

Raumfragen an den Sozial- und Gesundheitssprengel Telfs und Umgebung (Tirol)

Das Gespräch zwischen Alexandra Hangl und Larissa Pöschl, die für den Sozial- und Gesundheitssprengel arbeiten, führt sie rasch von der Beschreibung ihres Tätigkeitsfeldes hin zu Pierre Bourdieu, den Stimmlosen der Gesellschaft und insbesondere zum Wechselspiel von Räumen und deren sozialen Akteur_innen.
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