Marie Jahoda – Lebensgeschichtliche Protokolle der arbeitenden Klassen 1850-1930

Anlässlich der erstmaligen Publikation der Dissertation von Marie Jahoda widmet sich das Ethnoskop dieser herausragenden Persönlichkeit und Wissenschafts-Pionierin.

Am Donnerstag, 29.03.2018 | 19-20 Uhr auf FREIRAD Freies Radio Innsbruck
Livestream: www.freirad.at
Nachhören in der Radiothek der Freien Radios Österreich

+++Die Buchpräsentation und Lesung in voller Länge gibt es hier zum Nachhören: https://cba.fro.at/373908+++


Marie Jahoda (1907-2001) gilt als eine der wichtigsten Sozialforscherinnen des 20. Jahrhunderts. Berühmt ist sie aufgrund der Studie „Die Arbeitslosen von Marienthal“, die auch im Fach Europäische Ethnologie/Empirische Kulturwissenschaften von großer Bedeutung ist.

Nun wurde erstmals ihre 1932 verfasste Dissertation nach 85 Jahren veröffentlicht. Unter dem Titel „Lebensgeschichtliche Protokolle der arbeitenden Klassen 1850-1930“ haben Johann Bacher, Waltraud Kannonier-Finster und Meinrad Ziegler die Dissertation von Marie Jahoda nun im Studienverlag herausgebracht und sie eingebettet in eine Biographie Jahodas, einer Besprechung ihrer Dissertation, einer Darstellung der Arbeits- und Lebensverhältnisse Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts in Wien, sowie einer Darstellung des Wissenschaftsbetriebes in der Zwischenkriegszeit.

Jahodas Dissertation basiert auf 52 lebensgeschichtlichen Interviews, die sie mit Frauen und Männern in den Wiener Versorgungshäusern geführt hat.

„Damit wird eine einzigartige Datenquelle erschlossen, die differenzierte Einblicke in die Arbeits- und Lebensverhältnisse im Zeitraum zwischen 1850 und 1930 eröffnet. Sozial gehören die Befragten unterschiedlichen Gruppen der Arbeiterschaft an, den Gewerbetreibenden, den Arbeitern in Handwerk oder Industrie und – insbesondere die Frauen unter den Befragten – der Hausdienerschaft. Die Lebensgeschichten machen die ökonomische Dynamik und die mit ihr verbundene räumliche und soziale Mobilität der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und der ersten drei Dekaden des 20 Jahrhunderts nachvollziehbar“

heißt es in der Einladung zur Buchpräsentation am 14. März 2018  an der Universität Innsbruck durch die HerausgeberIn.

Zu hören sind u.a. Ausschnitte des Vortrags von Meinrad Ziegler Marie Jahoda in Österreich: Ihr „Doppelleben“ an der Universität Wien von 1926 bis 1937 .

Die Film- und Theaterschauspielerin Maria Hofstätter liest einige der lebensgeschichtliche Protokolle aus der Dissertation.

Es lesen außerdem Barbara Weidinger und Bert Walser

Idee & Gestaltung Hemma Übelhör

 

Musik

Colin Carr – Bach – Suite Nr. 3 in C-Moll, BWV 1009 – by-nc-nd/3.0 – freemusicarchive
Jean-Paul Minali-Bella – Bach – Suite Nr. 1 in G-Dur, BWV 1007_ I. Prelude
Willi Landl – Die Arbeiter von Wien
John Lennon – Working Class Hero
Jean-Paul Minali-Bella – Bach – Suite Nr. 1 in G-Dur, BWV 1007_III. Courante
Brad Mehldau – After Bach Rondo

Literatur & Links

Bacher, Johann/Kannonier-Finster, Waltraud/Ziegler, Meinrad (Hg.): Marie Jahoda. Lebensgeschichtliche Protokolle der arbeitenden Klassen 1850-1930. Dissertation 1932. Innsbruck 2017.

Jahoda, Mitzi: Wir Frauen von heute. In: Ebd., S. 12

Hubmann, Georg:  Haltung bewahren: Marie Jahoda als Vorbild. Online: https://www.awblog.at/haltung-bewahren-marie-jahoda-als-vorbild/

Nähere Informationen zu Marie Jahoda erfahrt ihr beim Jahoda Bauer Institut.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s